1.7.2007
1.000 Demonstranten beteiligen sich an der antifaschistischen Gegendemonstration / Insgesamt 2.500 Menschen auf der Straße
Antifa Herford

Trotz Ferienzeit und einer pressewirksam in Szene gesetzten Diffamierungskampagne beteiligten sich am 30. Juni ca. 1000 Menschen an der Demonstration der Antifaschistischen Gruppe Herford gegen den Naziaufmarsch in Herford. Nach einer Auftaktkundgebung am Alten Markt zog ein kämpferischer Demonstrationszug durch die Innenstadt zum Herforder Bahnhof. Nach einer kurzen Abschlusskundgebung forderte die Demonstrationsleitung die DemonstrantInnen dazu auf, sich an den weiteren Protestaktionen, wie zum Beispiel den von verschiedenen Gruppen angemeldeten Mahnwachen zu beteiligen.

Alle im Vorfeld der Demonstration gestarteten Versuche, die Antifa-Demonstration, die immerhin von 45 Gruppen, wie zum Beispiel den Sportvereinen, unterstützt wurde, als Demonstration von autonomen Gewaltbereiten zu diffamieren, scheiterten. Die HerforderInnen ließen sich von den Spaltungsversuchen, insbesondere auch des Anmelders des „Herforder Bündnis gegen Nazis“ und der Polizei, nicht beeindrucken und zogen gemeinsam mit den UnterstützerInnen der Antifa Herford von Protestpunkt zu Protestpunkt, um ihrer Empörung über den Naziaufmarsch lautstark Ausdruck zu verleihen. Die Antifa Herford wertet es als Erfolg, dass das Herforder Stadtbild am Samstag durch Menschen, die nichts anderes wollten, als den Nazis an jeder zugänglichen Stelle zu zeigen, dass sie hier und überall unerwünscht sind, geprägt wurde.

Die Antifa Herford verurteilt entschieden die Diffamierungsversuche gegen die von ihr angemeldete Gegendemonstration. Von durch Herford ziehenden gewaltbereiten Schwarzen Blöcken war die Rede, Ladenbesitzer wurden aufgefordert ihre Geschäfte zu schließen, Kunden von der Polizei nach Hause geschickt und selbst der Wochenmarkt musste wegen der Antifa-Demonstration um 10 Uhr schließen. Wohlgemerkt das alles begründet mit der Gegendemonstration und nicht mit dem Naziaufmarsch.

Der Verlauf von Demonstration und Protestaktionen widerlegte eindruckvoll die Kriminalisierungskampagne. Gewalttätig wurde allenfalls die Polizei. Brutal nahm sie unter anderem ein 16jähriges Mädchen wegen angeblicher Vermummung fest. Insgesamt wurden 15 Antifaschisten wegen Straßenblockaden oder weil sie sich vor Nazifotografen unkenntlich gemacht hatten festgenommen.
Besonders verurteilt die Antifa Herford das Vorgehen der Polizei, bei einem Vorfall der sich nach der Freigabe des allgemeinen Reiseverkehrs im Bahnhof Herford ereignete. Ein einzelner Nazi wurde in der Bahnhofshalle von 6 BundespolizistInnen erst zum Fahrkartenautomaten und dann zum Gebäckkaufen in den Backshop begleitet. Als der Nazi dann das soeben erstandene Gebäck gegen einen Antifaschisten schleuderte, wurde er nicht etwa von den begleitenden Polizisten festgenommen. Das Gegenteil geschah. Die Polizei ging gegen die lautstark, aber friedlich, die Festnahme fordernden, Antifaschisten vor und verletzte zwei von ihnen durch Tonfastöße. Neben den zwei Antifaschisten wurde auch ein 11-jähriges Mädchen durch die Polizei verletzt.



1.7.2007
Letzte Informationen zum Stand der Gegendemonstration
Ermittlungsausschuss

Während der Gegenaktivitäten gab es insgesamt 14 Ingewahrsam- bzw. Festnahmen, vor allem wegen angeblicher Vermummung. Alle waren um 18:00 Uhr wieder draußen.

Wir weisen alle Festgenommenen darauf hin, dass zu Vorladungen von der Polizei generell nicht hingegangen werden muss und auch nicht hingegangen werden sollte. Falls ihrs Fragen haben oder von der Staatsanwaltschaft Post bekommt, solltet ihr euch beim Ermittlungsausschuss Bielefeld melden.

Aus Sicherheitsgründen sollte der Kontakt zum Ermittlungsausschuss persönlich erfolgen: - also nicht über Email oder Telefon.

Hier die Adresse:

Infoladen Bielefeld
Heeperstr. 132
Bielefeld



29.6.2007
Letzte Informationen zum Stand der Gegendemonstration
Antifa Herford
  • Mahnwachen
    • Das Verbot der antifaschistischen Mahnwache an der Ecke Werrestr./ Waltgeristr. wurde auch vom Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt.
    • An der Ecke Bismarckstr./ Mindenerstr. wird es die Mahnwache des Bündnisses "Sportler gegen Rechts" geben.
    • Ein weitere Mahnwache gibt es an der Kreuzung Goebenstr./ Schillerstr. von der IG-Metall

  • Gegendemonstrationen
    • Die Gegendemonstration der Antifaschistischen Gruppe Herford wird wie angekündigt um 9.00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung und der anschließenden Gegendemonstration ab 10.00 Uhr vom Alten Markt beginnen.
    • Die Bürgerdemonstration wird sich noch vor dem Abmarsch der Neonazis um 11.30 Uhr von der Fürstenaustr. in Richtung Theaterplatz begeben.

  • Organisatorisches
    • EA-Nummer: Die Nummer des Ermittlungsausschusses ist: 05 21 - 5 60 06 90
    • Infotelefon: Ein Infotelefon wird es an diesem Tag nicht geben.
    • Stadtplan: Ein Stadtplan mit und ohne farblichen Markierungen könnt ihr euch sofort in der Rubrik Downloads runterladen.
  • Zu guter letzt
    • Die allerletzten Infos erfolgen heute Nacht um 24.00 Uhr und morgen früh ab 6.00 Uhr.


27.6.2007
Beschwerde wandert zum OVG
Antifa Herford

Das Verwaltungsgericht Minden hat entschieden, dass die Mahnwache an der Ecke Waltgeristr./ Werrestr. verboten bleibt. Die Landrätin Lieselore Curländer schreibt in ihrer Antwort auf den Widerspruch der Antifa Herford, dass der Anmelder der Gegendemonstration sinngemäß unter Verfolgungswahn leide. Die Drohungen im Internet auf einschlägigen Nazi-Seiten, der Überfall auf den antifaschistischen Informationsstand, die Hausbesuche von Neonazis bei dem Herforder Antifaschisten, die Verfolgung von Besuchern des vom Herforder Antifaschisten bewohnten Hauses werden allesamt ignoriert. Selbst die Information [Neue Westfälische, 23./ 24.06.07] darüber, dass das von Herforder Antifaschisten bewohnte Haus von Neonazis gefilmt bzw. observiert wurde, wird in dem Schreiben vollkommen unter den Tisch gekehrt.

Der Ignoranz gegenüber diesen neonazistischen Aktivitäten bleibt unübertroffen. Während das Politmagazin "Monitor" über die von der N-O-S- verübten Drohnungen gegenüber Staatsanwälten und Polizeibeamten berichtet, Antifaschisten aufgrund ihrer politischen Gesinnung angegriffen werden, Antifaschisten Morddrohungen erhalten, zeigt sich die Landrätin der rechtskonservativen Partei (CDU) recht gelassen. Solch ein Verhalten ist nicht zu dulden - wir fordern die Absetzung der Landrätin ...............

Dem Verbot der antifaschistischen Mahnwache bleibt die Landrätin weiterhin treu. Sie hält weiterhin an ihrer fadenscheinigen Begründung fest, dass die Mahnwache die Feuerwehr bei einem eventuellen Einsatz behindere.



28.6.2007
Holocaustleugner, Volksverhetzer und Mörder bleiben hinter Gitter!
Antifa Herford

Die Neonazis wollen am Samstag für ihre Holocaustleugner, Volksverhetzer und Mörder die Freiheit fordern. Wir dürfen diesen Neonazis kein Raum für ihre menschenverachtende Ideologie, kein Raum für die von ihnen öffentlich gemachte Solidarität mit Verbrechern geben. Kein Fußbreit den Faschisten!

An dieser Stelle möchten wir einen kurzen Überblick über die eingesperrten Nazis und Neonazis geben, für die die Neonazis die Freiheit einfordern.

Ernst Zündel          
Der 68 jährige Ernst Zündel gehört zu den führenden Geschichtsverfälschern der Nazis. Er verbreitete zahlreiche holocaustleugnende und antisemitische Schriften und Videofilme, und sendete die Inhalte seiner menschenverachtenden Ansichten über einen US-amerikanischen Kurzwellensender weltweit in deutscher Sprache. Ernst Zündel wurde am 15. Februar 2007 wegen Volksverhetzung, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und wegen Beleidigung zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Während des Strafverfahrens wurde Ernst Zündel durch das in Vlotho ansässige Neonazischulungszentrum „Collegium Humanum“ unterstützt. Die Neonazi(-Kader) Schmiede in Vlotho ist bisher nicht verboten worden. Die Nazis und Neonazis können unentwegt die Vernichtung von mehreren Millionen Menschen während der Hitler-Diktatur leugnen. Dieses Schulungszentrum in Vlotho gehört ein für alle mal verboten!

Germar Rudolf       
Der 43-jährige Germar Rudolf ist laut Verfassungsschutz der „aktivste deutsche rechtsextremistische Geschichtsrevisionist“ und Verfasser des so genannten „Rudolf-Gutachtens“, das den Zweck und die Funktionsweise der Gaskammern im KZ Auschwitz-Birkenau und somit die Massenmorde des Naziregimes bestreitet. Rudolf verfasste während seiner Mitgliedschaft in der Partei „Die Republikaner“ unter zahlreichen Pseudonymen volksverhetzende Schriften und veröffentlichte 1994 unter dem Pseudonym Ernst Gauss seine Publikation „Grundlagen der Zeitgeschichte“, ein Handbuch über strittige Fragen des 20. Jahrhunderts. Der Verleger dieses Buches wurde daraufhin 1996 wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 DM verurteilt. Im Juli 2000 wurde das Buch Rudolfs innerhalb der Bundesrepublik endgültig eingezogen. 2007 wurde Rudolf wegen Volksverhetzung, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und Beleidigung zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Michael Regener   
Ein weiterer Verbrecher, für den die Neonazis die Freiheit erbitten, ist Michael Regener. Er ist der ehemalige Sänger und Liedtexter der neonazistischen Musikgruppe „Landser“. Aufgrund der volksverhetzenden Inhalte der Lieder wurde die Band als kriminelle Vereinigung eingestuft. Am 22. Dezember 2003 wurde Michael Regener zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die Haft trat er allerdings erst am 10. März 2005 an. Während dieser Zeit gründete Regener eine neue Neonazi-Band namens „Die Lunikoff Verschwörung“ und veröffentlichte noch ein Album, welches aufgrund eines Formfehlers der Bundesprüfstelle nicht verboten werden konnte.

Axel Reitz    
Der 24 jährige Axel Reitz ist einer der bekanntesten Aktivisten aus dem Spektrum der neonazistischen "Freien Kameradschaften" und wird von den Medien des öfteren als "Hitler von Köln" bezeichnet.
Reitz fiel in der Vergangenheit massiv durch seine volksverhetzenden und menschenverachtenden Aussprüche in der Öffentlichkeit auf und wurde deshalb schon in zahlreichen Gerichtsverfahren verurteilt. So richten sich Axel Reitz’ Äußerungen keineswegs nur gegen Fremde und Andersdenkende, sondern auch radikal gegen behinderte Mitbürger und Rentner und Rentnerinnen, die nicht mehr aktiv am Arbeitsprozess teilnehmen können. So fordert der Rechtsextremist Reitz, wörtlich „Die sofortige Tötung aller Menschen, die sich aufgrund körperlicher  Einschränkungen nicht auf dem Arbeitsmarkt integrieren lassen.“
Trotz solcher menschenverachtender Äußerungen fordern verschiedenste Neonazi Gruppierungen wie die "Nationale Offensive Schaumburg" die sofortige Freilassung des Inhaftierten.

Sven Kahlin
Die Grußbotschaften, die auf dem Naziaufmarsch vor dem Herforder Gefängnis vorgelesen werden sollen sind vorallem an den 19-jährigen Neonazi Sven Kahlin gerichtet. Kahlin sitzt seit zwei Jahren wegen Totschlags in der Herforder Jugendvollzugsanstalt ein und wurde insgesamt zu sieben Jahren Haftstrafe verurteilt.
Sven Kahlin ermordete im März 2005 in Dortmund den 35-jährigen Thomas Schulz in einer U-Bahnstation in der Dortmunder Innenstadt. Kahlin flüchtete, konnte aber kurz darauf verhaftet werden.
Der verurteilte Neonazi Sven Kahlin hatte bis zu seiner Festnahme enge Kontakte zu organisierten Neonazis und war Mitglied der „Skin Front Dorstfeld“, die zur Kameradschaft Dortmund gehört. Die „Skin Front Dorstfeld“ bekennt sich weiterhin zu dem Mörder und bezeichnet ihn als ihren „Kameraden“.
Auf Plakaten droht die Kameradschaft mit den Worten „Wer der Bewegung im Wege steht muss mit den Konsequenzen leben.“ Zwei Tage nach dem Mord an Thomas Schulz kam es erneut zu einem Mordversuch an den Teilnehmenden der Trauerfeier. Diese Bedrohungen sind keine Seltenheit, sondern stellen nochmals mit aller Deutlichkeit die Essenz der verbrecherischen und menschenverachtenden Ideologie der Neonazis dar.          
Ihnen muss in aller Öffentlichkeit eine Absage erteilt werden.



28.6.2007
Solidarität demonstrieren!: Drohungen gegenüber Antifa Herford
Antifa Herford

Am Samstag, dem 16. Juni überfielen acht Neonazis aus Ostwestfalen-Lippe und dem Landkreis Schaumburg einen antifaschistischen Informationsstand in Herford. Der Stand wurde im Rahmen des „Tages der Jugend“ durchgeführt und informierte über die am 30.6. auf dem Alten Markt beginnende Gegendemonstration.
Der Angriff der Neonazis auf dem Alten Markt hatte keinen spontanen, sondern vielmehr einen geplanten Charakter.  Die Gruppe der Neonazis wurde bei der Koordinierung des Überfalls hinter einem Kiosk beobachtet.       
Während die eindeutig identifizierten Neonazis der „Nationalen Offensive Schaumburg“, Arwid Strelow und Christoph Huxhold, die Antifaschistin vor dem Stand ablenkten, griffen weitere 4 bis 5 Neonazis von hinten an.  Als die Neonazis fliehen wollen wird einer von ihnen, der Neonazi Martin Böhne aus Paderborn an Ort und Stelle von einem Antifaschisten festgehalten und der Polizei übergeben. Ein weiterer Neonazi, Peter Hallmann aus Oerlinghausen, wurde von zwei Bürgern verfolgt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Zum Zeitpunkt des Überfalls befanden sich etwa 200 bis 250 Menschen auf dem Alten Markt.
Wie in dem am 21. Juni 2007 veröffentlichten Beitrag des Politmagazins Monitor über die „Nationale Offensive Schaumburg“ sind nicht nur Antifaschisten von Drohungen und Übergriffen betroffen. Auch Staatsanwälte und Polizeibeamte sind massiven Drohungen ausgesetzt. Die Neonazis schrecken vor nichts zurück.

Ende Mai 2007 erschien auf der Internetseite der Freien Kameradschaft Gütersloh ein Aufruf, den Anmelder der antifaschistischen Gegendemonstration „zu besuchen“. Der Aufruf enthielt auch die Adresse des Antifaschisten. Seit dem 20.6. tauchen fast täglich Neonazis an dieser Adresse auf. Ein Besucher des Mehrfamilienhauses wurde, nachdem er das Haus verließ, von einer Gruppe von Neonazis bis vor seine eigene Haustür verfolgt.
Der Anmelder dieser Gegendemonstration ist dabei nicht der einzige Antifaschist in Ostwestfalen, der massiv von Neonazis bedroht wird. Der Anmelder der Demonstration gegen den Naziaufmarsch in Paderborn erhält seit den Vorbereitungen der Demo in Paderborn Morddrohungen. Das ARD-Magazin Monitor berichtete darüber.
Einschüchtern, terrorisieren und Angst verbreiten. Das ist die Absicht der Neonazigruppen. Dabei sind besonders die AntifaschistInnen, ausländische MitbürgerInnen, Andersdenkende und -aussehende die Ziele der kriminellen Aktionen der Nazis.

Der Denkansatz; diesem Treiben durch Ignorieren und Wegsehen entgehen zu können, greift nicht. In den Städten des Ostens werden ganze Dörfer und Städte von Neonazis terrorisiert. Dagegen hilft nur aktiver Widerstand. Aus diesem Grund rufen wir alle Bürger und Bürgerinnen Herfords dazu auf, sich an den Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen.  Zeigen Sie Ihre Solidarität mit den bedrohten Antifaschisten.

Demonstration gegen den Naziaufmarsch: Samstag, 10.00 Uhr, Alter Markt, Herford
Weitere Informationen unter: www.herford-gegen-rechts.de

 

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27.6.2007
Widerspruch gegen das Verbot der antifaschistischen Mahnwache
Antifa Herford
Die Antifa Herford hat gegen das am 25. Juni 2007 offiziell verhängte polizeiliche Verbot der antifaschistischen Mahnwache Widerspruch eingelegt. Der Widerspruch erstreckt sich über die Mahnwache an der Werrestr./ Waltgeristr. hinaus, auch auf den polizeilich angeordneten Abschlusskundgebungsplatz. Das Verwaltungsgericht Minden hat den Widerspruch nunmehr der Landrätin Lieselore Curländer vorgelegt. Diese ist nunmehr bis morgen mittag um 12.00 Uhr angehalten, ihre entsprechende Erklärung auf den Widerspruch abzugeben
Während die Mehrzahl der Herforder Bevölkerung voller Unverständnis der genehmigten Nazi-Demonstration gegenübersteht und ein Verbot der gesamten Naziveranstaltung fordert, verbietet die Landrätin Teile der Gegenaktivitäten.
Für den Fall, dass das Verwaltungsgericht Minden der Erklärung der Landrätin Folge leistet, wird die Antifa Herford die nächste Instanz zum Oberverwaltungsgericht einschalten.


27.6.2007
7-Minuten: Die Nazibande aus Schaumburg "Nationale Offensive Schaumburg"
Antifa Herford

Neonazi Monitor-Bericht über den Terror der NOS.
Ein rund 7-minütiger Bericht des Politmagazins Monitor hat am 21. Juni 2007 auf die Gefährlichkeit und die Methoden der Nationalen Offensive Schaumburg aufmerksam gemacht. Der Bericht zeigt, mit welchen verbrecherischen Methoden und Praktiken die Neonazis gegen ihre u.a. politischen Gegner vorgehen. Doch neben antifaschistischen Aktivisten sind auch Staatsanwälte, Polizeibeamte offenen Bedrohungen ausgesetzt. In dem Kurzvideo sind die führenden Neonazis der NOS Marcus Winter und Marco Siedbürger zu sehen. Auch die an dem Überfall in Herford Beteiligten Neonazis sind hierbei sehr gut zu erkennen. Die Fotostrecke der beteiligten Neonazis wird nachgelegt.

Hier zum Monitor-Bericht



26.6.2007
Rednerliste der Neonazis - Informationen über den Anmelder der Nazidemonstration
Hiergeblieben.de

Als Redner sind Christian Worch, Sascha Krolzig, Sven Skoda (parteifreier Neonazi aus Düsseldorf) und Marcus Winter angekündigt. Verlesen werden sollen "Grußbotschaften" von Michael Krick, der in den Niederlanden mit einer dreijährigen Haftstrafe belegt wurde, weil er als Haupttäter nach einem Neonazi-Gelage gemeinsam mit Gesinnungskameraden einen Schwarzen überfallen und erheblich misshandelt hatte, Christoph Drewer aus Hamm, der unter anderem wegen sieben Körperverletzungsdelikten – davon drei schwere – im vorigen November zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde und dem Mörder Sven Kahlin.

Einige Stichworte zu Sascha Marcel Krolzig aus Hamm, Anmelder der Nazi-Demonstration:

  • Geboren am 08.07.1987, ist Krolzig der Führungskader der 'Freien Kameradschaft Hamm' und neuerdings auch im 'Kampfbund Deutscher Sozialisten' (KDS).
  • Im Jahre 2005 wird er zu einer sechsmonatigen Haftstrafe wegen Körperverletzung und Volksverhetzung (Parole: "Alles für Deutschland") verurteilt, die er im Juni 2006 antritt.
  • Nach seiner Haftentlassung Anfang 2007 erklärt er seinen Eintritt in den KDS, Funktion: Beauftragter West.
  • Am 24.02.07 befand sich Krolzig in einer Gruppe Neonazis, aus der heraus in einem Zug zwischen Minden und Bielefeld 5 Jugendliche brutal angegriffen und zusammen geschlagen wurden.
  • Am 17.05.07 wird Krolzig zusammen mit drei anderen Neonazis in Dortmund festgenommen, da diese Gruppe 3 vermeintliche Linke zusammen geschlagen hatte. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt.


22.6.2007
Mahnwache der Antifa Herford verboten
Antifa Herford

Am heutigen Freitag verbot die Herforder Polizeibehörde eine Mahnwache der Antifa Herford an der Werrestrasse., kurz vor der Waltgeristrasse. Der fadenscheinige Grund: Die Mahnwache behindere die Feuerwehr beim Durchfahren der Straße. Die Verbotsbegründung ist offensichtlich an den Haaren herbeigezogen. Es bestehen an der Werrestrasse für die Feuerwehr genügend Möglichkeiten die Mahnwache ohne großen Zeitverlust zu umfahren. Andererseits gibt es für die MahnwachenteilnehmerInnen genügend Ausweichmöglichkeiten um im Notfall eine Feuerwehrdurchfahrt zu ermöglichen.
Merkwürdig ist, dass der über die Waltgeristrasse führende Nazi-Aufzug und andere im diesem Bereich stattfindende Kundgebungen die Feuerwehr nicht behindern.

Die Antifa Herford wertet dass Verbot als Versuch der Polizeibehörde, Proteste von Antifaschisten in der Nähe der Nazi-Demostrecke zu verhindern und den Neonazis das ungestörte Verbreiten ihrer Hetzparolen zu ermöglichen. Die Antifa Herford wird gegen das Verbot gerichtlich vorgehen.



18.6.2007
Nach dem ersten Kooperationsgespräch: Demonstrationszüge festgelegt
Antifa Herford

Aus dem ersten Kooperationsgespräch zwischen der Antifaschistischen Gruppe Herford und der Polizeibehörde sind folgende Ergebnisse hervorgegangen. An der Route der vom "Alten Markt" aus beginnenden Gegendemonstration hat sich nichts geändert. Dabei wird die Auftaktkundgebung um 9.00 Uhr auf dem Alten Markt beginnen. Um 10.00 Uhr wird sich dann der Demonstrationszug wie folgt zum Bahnhof bewegen. Gegendemonstration: Alter Markt: Gehrenberg, Höckerstr. - Lübbertor - Berlinerstr. - Auf der Freiheit - Abteistr. - Radewigerstr. - Gänsemärkt - Janup - Auf der Freiheit - Bahnhofsstr. - Bahnhofsvorplatz.

Während sich an der Route der Gegendemonstration nichts geändert hat, ist die Neonazi-Route um die Hälfte der angemeldeten Strecke verkürzt worden. Allerdings beträgt der Marschweg der Neonazis dabei immer noch 4 km. Die ersten Meter werden die angekündigten 200 Neonazis über den Bahndamm (am IKK Gebäubde, bzw. Taxistand) in die Luisenstraße machen. Die weitere Nazi-Strecke verläuft über die Goebenstr. - Hansastr. - Waltgeristr. Mindenerstr. - Eimterstr. - Waltgeristr. - Hansastr. - Goebenstr. - Luisenstr. - Bahndamm. Neben der Nazi-Auftaktkundgebung am Bahnhof/ Bahndamm wird es eine weitere Nazi-Kundgebung an der Eimterstr., am Haupteingang der Jugendstrafanstalt geben.

Bezüglich der angemeldeten Mahnwachen der Antifaschistischen Gruppe Herford und anderer Organisationen/ Bündnisse werden in den folgenden Tagen weitere Informationen folgen.



22.5.2007
Vorläufige Route der Gegendemonstration
Antifa Herford

Die für den 30. Juni von der Antifa Herford angemeldete Gegendemonstration wird am Alten Markt ihren Ausgangspunkt haben. Ab 9:00 Uhr wird es vorerst verschiedene Redebeiträge geben. Um 10:00 Uhr wird sich der Demonstrationszug in Gang setzen und sich durch die gesamte Innenstadt durchziehen. Am Bahnhofsvorplatz wird die Gegendemonstration mit einer Abschlusskundgebung enden.

Route:
Alter Markt - Gehrenberg - Höckerstr. - Lübbertor - Berlinerstr. - Auf der Freiheit - Abteistr. - Radewigerstr. - Gänsemärkt - Janup - Auf der Freiheit - Bahnhofsstr. - Bahnhofsvorplatz

Auftaktkundgebung
:
9:00 Uhr
Alter Markt
Demonstrationsbeginn
:
10:00 Uhr
Alter Markt
Abschlusskundgebung
:
12.00 Uhr
Bahnhofsvorplatz


21.05.2007
Gegendemonstration, Mahnwachen und Kundgebungen angemeldet
Antifa Herford

Anlässlich des Naziaufmarsches am 30. Juni in Herford hat die Antifa Herford zum besagten Tag eine Gegendemonstration und fünf weitere Mahnwachen bzw. Kundgebungsplätze angemeldet. Die Antifa Herford ruft alle Herforder Bürger dazu auf, mit aller Vehemenz gegen die neonazistischen Aktivitäten zu demonstrieren.
"Nichts wünschen sich die Nazis mehr, als ungestört ihre menschenverachtende Politik in die Öffentlichkeit zu tragen. Das kann nur durch Gegendemonstrationen und Öffentlichkeitsarbeit und nicht durch "aktives" Wegsehen erreicht werden.", heisst es im aktuellen Antifaschistischen Flugblatt der Herforder Antifa, welches bereits am Montag morgen zu Hunderten an die Schüler des Friedrichs und Ravensberger Gymnasiums verteilt wurde.



19.05.2007
Neonaziaufmarsch in Herford verhindern!
Antifa Herford

Für Samstag, den 30. Juni planen Neonazis aus dem Spektrum der so genannten "freien Kameradschaften" aus Nordrhein-Westfalen und der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) einen Aufmarsch in Herford. Der Neonaziaufmarsch in Herford knüpft unmittelbar an die Nazi- Demonstrationen der letzten Monate in Paderborn, Minden, Bielefeld und Gütersloh an. Unter dem Motto "Gesinnungsparagraphen abschaffen! - Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!" wollen die Neonazis ihre Solidarität mit ihren "inhaftierten Kameraden" und Holocaustleugnern Ernst Zündel, Germar Rudolf, Michael Regener und Axel Reitz öffentlich kundtun. Geplant ist des weiteren eine Zwischenkundgebung an der Herforder Jugendvollzugsanstalt, wo die Faschisten ihre Grußbotschaften an die Gefangenen verlesen wollen.

Gerichtet sind die Grußbotschaften insbesondere an den Neonazi Sven Kahlin, der bereits seit zwei Jahren in der Jugendvollzugsanstalt Herford einsitzt. Dieser ermordete im März 2005 in Dortmund den Punk Thomas Schulz.Am Ostermontag 2005 um kurz nach 19.00 Uhr traf der damals 17-jährige Kahlin mit seiner Freundin an der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder City auf eine Gruppe Punks. Einer von ihnen, Thomas Schulz, wollte die rechten Sprüche Kahlins nicht unkommentiert lassen und folgte den beiden alleine in die U-Bahn-Station. Es kam zum Streit. Sven Kahlin zog plötzlich ein Messer und stach fünfmal auf sein Opfer ein. Ein Stich traf "Schmuddel" ins Herz. Der Mörder flüchtete, konnte aber kurz darauf verhaftet werden. "Schmuddel" verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Sven Kahlin ist zur einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt worden.

Der verurteilte Neonazi hatte enge Kontakte zu organisierten Neonazis und war Mitglied der "Skin Front Dorstfeld", die zur Kameradschaft Dortmund gehört. Nicht umsonst bekannte und bekennt sich die Dortmunder Neonaziszene zu dem Mörder, bezeichnete ihn als "Kameraden" und setzte ihre Einschüchterungsversuche unvermindert fort. So kam es nur zwei Tage nach der Tat zu einem erneuten Mordversuch an den Trauernden an der Kampstraße. Auf Plakaten des "Freien Widerstandes" drohen die Neonazis bis heute mit den Worten "Wer der Bewegung im Weg steht muss mit den Konsequenzen leben". Diese Drohungen sind keine Seltenheit, sondern stellen nochmals mit aller Deutlichkeit die Essenz der verbrecherischen und menschenverachtenden Ideologie der Neonazis dar. Ihnen muss in aller Öffentlichkeit eine Absage erteilt werden.

Daher rufen wir die Herforder Bevölkerung dazu auf, sich an den geplanten Gegenaktivitäten zu beteiligen und deutliche Signale an die Neonazis zu richten. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden neonazistischen Aktivitäten in Herford, bietet dieser Tag die beste Gelegenheit, den Nazis eine Absage zu erteilen und die Stadt auf das Problem aufmerksam zu machen.

Der Naziaufmarsch soll um 11.00 Uhr am Herforder Hauptbahnhof beginnen.



17.05.2007
Neonaziaufmarsch in Herford verhindern!
Antifa Herford

Für Samstag, den 30. Juni planen Neonazis aus dem Spektrum der so genannten "freien Kameradschaften" aus Nordrhein-Westfalen und der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) einen Aufmarsch in Herford.

Unter dem Motto "Gesinnungsparagraphen abschaffen! - Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!" wollen die Verbrecher ihre Solidarität mit den "inhaftierten Kameraden" und Holocaustleugnern Ernst Zündel, Germar Rudolf, Michael Regener und Axel Reitz kundtun.
Dazu wollen sich die Neonazis um 11.00 Uhr am Bahnhof treffen und um 12.00 Uhr von dort aus durch die Innenstadt zum Gefängnis Eimterstraße ziehen. Dort ist insbesondere eine Zwischenkundgebung geplant, wo die Faschisten ihre Grußbotschaften an die Gefangenen verlesen wollen. Gerichtet sind die Grußbotschaften insbesondere an den Neonazi Sven Kahlin, der bereits seit zwei Jahren in der Jugendstrafanstalt Herford einsitzt. Dieser ermordete im März 2005 in Dortmund mit fünf Messerstichen den Punk Thomas Schulz.

Um dem Treiben der Neonazis Einhalt zu gebieten und die Menschen in und um Herford herum auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat die Antifaschistische Gruppe Herford eine Gegendemonstration und mehrere Mahnwachen angemeldet. Die Gegendemonstration soll am 30.6. um 9.00 Uhr auf dem Alten Markt mit einer Auftaktkundgebung beginnen. Um 10.00 Uhr wird sich dann der Demonstrationszug in Bewegung setzen. Unterstützt wird der Aufruf zur Gegendemonstration bereits von vielen Organisationen, Sportvereinen und anderen Gruppen aus der Region.

Den Neonazis und ihrer menschenverachtenden Politik darf kein Raum gelassen werden – nicht in Herford und auch nicht anderswo. Wer den Faschisten nicht die Straße überlassen will, sollte am 30.6. aktiv werden.

Wir fordern alle auf, den Naziumtrieben die Stirn zu bieten und sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden neonazistischen Aktivitäten in Herford, bietet dieser Tag die beste Gelegenheit, den Nazis eine Absage zu erteilen und die Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen.