20. Juni 2008
Die Naziaktivitäten wurden nicht widerstandslos hingenommen. Antifaschistische Gruppen organisierten Gegendemonstrationen, Mahnwachen und informierten mittels Veranstaltungen und Flugschriften über den braunen Sumpf. So konnten Naziaktivitäten verhindert oder zumindest dafür gesorgt werden, dass die Nazis mit ihren Aktivitäten keine breite Öffentlichkeit erreichen konnten. In Herford protestierten am 30. Juni insgesamt über 2000 Menschen gegen die Demonstration von knapp über 100 Neonazis. An der von der Antifa Herford organisierten Demonstration beteiligten sich etwa 1000 Leute. Außer den GegendemonstrantInnen bekamen die Neonazis keine Herforder BürgerInnen zu sehen. Auch bei einem Nazistand am 3.11. am Neuen Markt in Herford konnten die Neonazis durch engagierte Antifaschisten weitestgehend isoliert werden. Vollmundige Ankündigungen – auch örtlicher – PolitikerInnen, gegen die Zunahme neonazistischer Aktivitäten Initiative zu ergreifen verlaufen in der Regel im Sande. Ganz im Gegenteil: Antifaschistische Aktivitäten werden behindert und mit Repressionen überzogen. Gegendemonstrationen und Mahnwachen werden verboten bzw. behindert. Menschen, die sich vor der Fotografierwut der Neonazis schützen wollen werden wegen angeblicher Vermummung mit Strafen überzogen. Auch in Herford wurden am 30.6. Mahnwachen verboten, DemonstrantInnen wegen angeblicher Vermummung angezeigt, ganze Stadtgebiete zur Sperrzone erklärt. Gegen den Anmelder der Antifa-Gegendemonstration wurden Ermittlungsverfahren u.a. wegen des angeblichen Aufrufes zu Straftaten eingeleitet.
Durch die massiven Repressionsmaßnahmen sollen antifaschistische Gruppen nicht nur kriminalisiert und eingeschüchtert, sondern auch finanziell ausgeblutet werden. Allein die Antifa Herford musste in den letzten Jahren neben den Kosten für Flugblätter und Plakate mehrere tausend Euro für die Folgen von Repressionsmaßnahmen aufbringen. Da die Antifa Herford in ihrer Mehrzahl aus SchülerInnen, Auszubildenden und StudentInnen besteht, ist klar, dass es ihr kaum möglich ist, diese Summen allein aufzubringen. Deshalb ist die Solidarität aller derjenigen gefragt, die antifaschistische Aktivitäten in Herford für wichtig halten.Mit dem Erlös des Konzerts soll ein Teil der durch die Repressionsmaßnahmen angefallenen Kosten beglichen werden.
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Schülervertretung Friedrich-List-Schule IBZ [Bielefeld] Mädchenhaus Herford e.V. "Sportler gegen Rechts" SC. Batman e.V.
Antifaschistische Organisationen Antifa Minden
Universitäre Gruppen Asta Bielefeld Referat für Studierende mit Behinderungen Stand: 27. Juni 2007 |